Das 24-h-Rennen auf dem Nürburgring

Seit 1970 findet jedes Jahr auf der Nordschleife des Nürburgrings das mittlerweile legendäre 24-h-Rennen statt und fasziniert seitdem tausende Menschen.
Die Einzigartigkeit des Rennens, die Atmosphäre auf den umliegenden, teils provisorischen Campingplätzen und das spektakuläre Rahmenprogramm ziehen die Leute in ihren Bann. Denn es sind nicht nur die teilnehmenden Fahrzeuge, die die Leute in die Eifel locken, sondern auch das ganze „Drumherum“.
Bereits am Donnerstag vor dem eigentlichen Rennen (Fronleichnam oder Christi Himmelfahrt) können die Fans ihre Idole beim Adenauer Racing Day sämtlicher Kate-gorien hautnah erleben und sie auf dem Weg nach Adenau begleiten. Auf der Nordschleife findet dann die Generalprobe für das Rennen statt. Das spektakuläre Training für die Drift-Challenge muss man mal gesehen haben. Wer bis dahin noch kein wahres Gefühl für den Rennsport hatte, wird durch die waghalsigen Manöver, den „Duft“ des Gummis und die aufheulenden Motoren eines Besseren belehrt.
Am Freitag begeben sich die Fans auf eine Zeitreise. Bei der ADAC Youngtimer Trophy messen sich die Legenden der Vergangenheit miteinander. Boliden, die man heutzutage meist nur noch im Museum bestaunen kann, zeigen die Kraft ihrer Motoren und lassen die Endrohre glühen. Den absoluten Gegensatz zu den Helden der Vergangenheit bildet der Formel-3-Cup, wo sich die Stars von morgen beweisen. So mancher Formel-1-Pilot hat hier seine Karriere begonnen.
Ein interessanter Kontrast ist das Rennen zwischen den kleinen Wilden der Mini Challenge und den großen Jägern der ADAC Procar-Serie.
Aber auch bei den GT Masters zeigen Traumwagen wie Porsche, Viper, Aston Martin und Corvette, was sie können und präsentieren ihre kaum zu bändigende Power.
Das Hauptrennen, also das tatsächliche 24-h-Rennen beginnt am Samstag um 15.00 Uhr und endet am Sonntag um 15.00 Uhr. Bis zu 220 Fahrzeuge in unterschiedlichen Wertungsklassen werden bis an ihre Grenzen gejagt und bieten ein einzigartiges Schau-spiel. Die Fahrer schenken sich und ihren Fahrzeugen nichts. Panzertape ist in der Boxengasse das wichtigste „Ersatzteil“. Die Teams in den Boxen und auch die Streckenposten an der Strecke sind ständig in Alarmbereitschaft. Denn es ist keine Show sondern es ist tatsächlich ein Kampf um den besten Platz für das Team.
Die grüne Hölle ist unberechenbar und so kann es vorkommen, dass in einem Jahr die Sonne brennt, aber im Jahr darauf (evtl. sogar am Tag darauf) Schnee und Hagel für winterliche Atmosphäre sorgen. Dies ist nicht nur eine besondere Heraus-forderung für die Fahrer und deren Teams sondern es zeigt auch, was ein wahrer Fan erträgt. Denn auch trotz des unberechenbaren Wetters wird überall am Rande des Rings gezeltet, gegrillt, gefeiert und “gefachsimpelt“. Man trifft Menschen mit gleichen Interessen, flaniert entlang der Händlermeile und freut sich einfach, dabei zu sein:

Beim legendären 24-h-Rennen auf dem Nürburgring.

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